Simon Zelotes
* um 1-5 n. Chr. † um 61-65 n. Chr.
Über Simon Zelotes, ein offenbar weniger bekanntes Mitglied der Apostelschar, ist nichts Genaues bekannt, außer der Tatsache, dass er zu den Zwölf gehörte. (Lk. 6:15; Apg. 1:13). Sein Beiname Zelotes
könnte auf eine mögliche frühere Verbindung mit einer Gruppe namens Zeloten hindeuten, wobei die Heilige Schrift dazu schweigt.
Simon wird zweimal als „der Kanaanäer“ bezeichnet (Mt. 10:4; Mk. 3:18). Dies ist kein heidnischer, sondern ein aramäischer Name, der „Eifer“ bedeutet und somit die gleiche Bedeutung wie „Zelotes“ hat. In manchen neueren Bibelübersetzungen wird er deshalb als „Simon der Eiferer” genannt.
Einer Überlieferung zufolge verkündete Simon Zelotes das Evangelium in ganz Nordafrika – von Ägypten bis Mauretanien – und reiste sogar bis zu den Britischen Inseln, wo er den Märtyrertod durch Zersägen erlitt. Eine andere Überlieferung besagt, dass er gemeinsam mit Judas Thaddäus in Babylonien und Persien wirkte und dort durch Kreuzigung hingerichtet wurde.
Mit Sicherheit lässt sich über ihn nur sagen, dass er in den Städten und Dörfern seiner Heimat den verlorenen Schafen des Hauses Israel das Königreich des Himmels predigte, wie es ihm unser Herr während Seines irdischen Wirkens aufgetragen hatte. Sicher ist auch, dass er zu den Menschen gehörte, die der Erlöser in Seinem Hohepriesterlichen Gebet (Joh. 17:6-12) kurz vor Seinem Verrat dem himmlischen Vater anvertraute.
Simon hatte sich die Anerkennung des Meisters zweifellos durch seinen unermüdlichen Eifer im Dienst der Wahrheit verdient.

